Charakter & Wesen

Deutsche Boxer werden nicht selten völlig falsch eingeschätzt. Trotz seines kräftigen Körperbaus handelt es sich bei dem deutschen Boxer um einen freundlichen Familienhund. Früher wurde er hingegen noch häufig als Wach- oder Jagdhund eingesetzt. Ein durchschnittlicher deutscher Boxer erreicht eine Widerristhöhe von bis zu 63 cm und wiegt bis zu 30 Kg. Die jahrelange gezielte Weiterlesen…

Der Deutsche Boxer und seine Geschichte

Der Boxer ist heutzutage ein reiner Familienhund, welcher selten noch als Dienst-, Wach- oder Spürhund eingesetzt wird. Aber wo kommt die Rasse der Boxer her und wie hat sie sich im Laufe ihrer Geschichte verändert? Herkunft Die Vorfahren der heutigen Boxer lassen sich bis zur Rasse der sogenannten Bullenbeißer (auch manchmal als „Bärenbeißer“ bezeichnet) zurückverfolgen. Weiterlesen…

Haltung und Pflege

Der Deutsche Boxer ist ein liebenswertes Energiebündel. Der mittelgroße Hund stammt von der Tibetdogge ab und ist ein anerkannter Rassehund. Er ist nervenstark und hat seinen eigenen Willen. Daher braucht er auch viel Geduld und Zuwendung. Der Charakter des Boxers Der Boxer ist verspielt und bleibt das auch, wenn er erwachsen ist. Er ist neugierig Weiterlesen…

Erziehung von Boxer-Welpen

Boxer sind ganz spezielle Tiere und Hunde. Sie sind verspielt und anhänglich, gelten als besonders kinderliebe Hunde und überzeugen durch ihre Geduldigkeit und Ausgeglichenheit. Sie sind mutig und stolz, treu und selbstbewusst. Boxer sind Hunde, die an gerne um sich hat. Denn ihre Liebe und Loyalität sind selten bei anderen Hunderassen zu finden. Boxer sind Weiterlesen…

Woher kommt eigentlich der Boxer?

Der erste registrierte Boxer lebte im Jahre 1890. Die Boxer stammen von den Molossern ab, die bereits zu Zeiten Aristoteles Erwähnung finden. Der Molosser ist ein Oberbegriff für Hundearten, die als muskulös und groß gelten. Zunächst waren sie Hirten- und Wachhunde, fanden aber bald schon Anwendung auf Kriegszügen, beispielsweise wusste Alexander der Große diese Tiere sehr zu schätzen.

Die Molosser verbreiteten sich in ganz Europa, wie es im Einzelnen zu einer derartigen Verstreuung kam ist nicht bekannt. Die Umstände legen aber die Vermutung nahe, dass die Hunde durch Pilger und Besucher des Ortes Epirus mitgenommen und weiter gehandelt wurden. In Epirus befand sich das antike griechische Heiligtum Dodona. Dodona zählte als das älteste Orakel Griechenlands und galt neben Delphi das wichtigste Orakel der altgriechischen Welt.

Die Molosser verbreiteten sich also bereits zu antiken Zeiten in ganz Europa und bildeten schließlich in Deutschland die Bullenbeißer. Die Englischen Bulldoggen stammen ebenfalls von den Molossern ab. Im Jahre 1890 wurde dann eine deutsche Bullenbeißer-Hündin mit einem englischen Bulldoggen-Rüden gekreuzt. Der Welpe, der aus dieser Verbindung hervorgegangen war, wurde als erster mit dem Rassennahmen Boxer registriert.

Das Wesen des Hundes

Das wichtigste in Bezug auf das Wesen des Boxers ist zunächst einmal seine Herkunft. Er stammt von Wach- und Kriegshunden ab, also erfüllt er nicht nur die physischen Voraussetzungen für einen Kampf, sondern es fließt auch viel hitziges Blut in seinen Adern.

Das Temperament des Boxers ist stets zu berücksichtigen. Eine konsequente Erziehung ist unumgänglich. Dadurch, dass der Boxer jedoch kein blinder zorniger, sondern ein extrem intelligenter Hund ist, kann er durch frühe Erziehung und regelmäßiges Training lernen, mit seinen temperamentvollen Voraussetzungen umzugehen und sie selbst zu zügeln. Hat ein Boxer erst einmal den Respekt für seinen Hundehalter und dessen Familie entwickelt, wird sein temperamentvolles Wesen kein Problem mehr sein. Vorsicht ist jedoch immer noch beim Aufeinandertreffen mit fremden Artgenossen geboten, da der Boxer in solch einer Situation oft, durch sein dominantes Wesen getrieben, aggressiv reagiert. Ebenso ist seine Wachhund-Abstammung nicht zu unterschätzen und Sie sollten stets damit rechnen, dass der Boxer in brenzligen Situationen in die Beschützerrolle schlüpft. Für die eigenen Kinder ist der Boxer daher ein idealer Hund und Spielgefährte, solange er gelernt hat Ihre Kinder zu respektieren und solange Ihre Kinder im Gegenzug genau wissen, wie sie sich Respekt verschaffen. Auf andere Kinder kann der Boxer jedoch auch bedrohlich wirken, wenn die Situation es entsprechend vorgibt.

Des Weiteren verfügt der Boxer über einen ausgezeichneten Geruchsinn und eine schnelle Reaktionsfähigkeit.

Haltung des Boxers

Der Boxer braucht viel Auslauf, kann aber sowohl draußen wie auch drinnen gehalten werden, wenn er genug Platz hat, sich frei zu bewegen und er ausreichend ausgeführt wird. Bei der Anschaffung eines Boxers sollten Sie sich von Anfang an klar darüber sein, dass Sie sich einen aktiven Hund ins Haus geholt haben. Ähnlich wie der Labrador Retriever, der Vordergründig ein Arbeitshund ist, braucht er neben dem großzügigen Auslauf auch viel Beschäftigung.

Ebenfalls vergleichbar ist die Verwendung der beiden Hundearten heute: sie werden zumeist nur noch als Familienhunde gehalten. Sie sind durch ihre Intelligenz leicht erziehbar und überaus menschenfreundlich. Anders als der Labrador, der seinem Hundehalter Vordergründig gefallen möchte, lässt sich der Boxer jedoch in vielen Situationen von seinem Wach- und Beschützertrieb leiten. Dies lässt ihn in der gegebenen Situation auch mal bedrohlich auftreten, durch die richtige Reaktion des Hundehalters droht jedoch keine Gefahr. Beide Hunde sind auch für Familien mit Kindern zu empfehlen.

Die Ernährung des Hundes sollte von Anfang an abwechslungsreich gestaltet werden. Ist der Boxer erst einmal an einseitiges Essen gewöhnt, ist es schwierig den Kreis zu durchbrechen. Nach dem Essen muss der Boxer ruhen dürfen um das Gegessene angemessen verdauen zu können. Sie sollten immer nur mäßig füttern und darauf achten, dass der Hund nicht zu viel Fett ansetzt. Besonders in der Entwicklungsphase ist unnötig angesetztes Fett hinderlich für die gesunde Entwicklung der Sehnen, Bänder und Gelenke. Ebenso ist von rohem Schweinefleisch dringend abzuraten.

Darauf sollten Sie achten

Boxer neigen zu einigen Erkrankungen, die sich, bedingt durch die Zucht, im Laufe des Boxerlebens mehr oder weniger ausgeprägt beobachten lassen. Wie viele andere Hunde neigen die Boxer zu Hüftgelenksdysplasie (HD), eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die insbesondere bei großwüchsigen Hundearten vorkommen. Ebenso neigen Boxer zu angeborenen Herzerkrankungen, Arthrosen im Wirbelsäulenbereich und haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für Tumorbildungen, insbesondere für die Bildung von Mastzelltumoren. Mastzelltumore bilden sich aus den sogenannten Mastzellen, Zellen der körpereigenen Abwehr, die sich speziell in der Haut oder Unterhaut ansiedeln und sich wesentlich häufiger bei Hunden als bei anderen Tierarten bösartig verstreben. Ebenso treten häufig Meningitis-Arteriitis, eine Entzündung des Rückenmarks, und OCD, eine Gelenkerkrankung, auf. Boxer neigen genauso wie die englischen Springer-Spaniel zu Gingivahyperplasie, zu Zahnfleischverwucherung.

Aufgrund der gezielten Zucht auf kurze Schädel, Nase und Unterkiefer leiden Boxer oft unter Brachycephalie, was zunächst einmal nur eine angeborene Deformation des Schädels beschreibt. Hieraus erschließen sich jedoch häufig Atembeschwerden, die bis hin zu dem BAS, dem Brachyzephalen Atemnot-Syndrom, führen kann. Das Tierschutzgesetz betrachtet diese Züchtung kritisch als eine Qualzucht, also eine gezielte Zucht, die Merkmale fördert, welche für das Tier selbst verhaltensstörend und schädigend in Erscheinung treten.

Video: Boxer Welpen beim Spielen